| Frist für Mario
bis Mitte Juli
Die Aufenthaltsgenehmigung des neunjährigen Mario aus Sent ist bis am 16. Juli dieses Jahres verlängert worden. Laut Chef des kantonalen Polizeiamtes, Heinz Brand, ist es bisher nicht gelungen, fehlende Papiere zu beschaffen. han.- Mario ist zwar Rumäne, doch er ist in Scuol geboren, in Sent aufgewachsen und besucht dort die Schule wie jedes andere Kind auch. Das Gesuch seiner Mutter, die seit über fünf Jahren mit einem Einheimischen verheiratet ist, um eine dauernde Aufenthaltsbewilligung für ihren Sohn aus ihrer früheren Ehe lehnte die Fremdenpolizei ab, weil keine Vereinbarung über das Sorgerecht vorgelegen hatte. Ende November letzten Jahres befasste sich der Grosse Rat mit dem Fall: Zu behandeln war eine Petition mit 141 Unterschriften, die forderte, Mario müsse bleiben dürfen. Da es nicht in der Kompetenz des Parlaments liegt, einzelne Verwaltungsakte zu korrigieren, konnte der Rat das Anliegen lediglich zur Kenntnis nehmen. Regierungspräsident Peter Aliesch versicherte aber, die Fremdenpolizei wolle nach einer Lösung suchen und sich selbst um die Beschaffung der Vereinbarung über das Sorgerecht kümmern. Marios Aufenthaltsgenehmigung wurde deshalb bis gestern verlängert. Eine erstes Dokument, das
die Fremdenpolizei inzwischen von der rumänischen Botschaft erhalten
hat, genügt laut Brand den Vorgaben nicht, die in einem internationalen
Abkommen festgeschrieben sind, dem Rumänien und die Schweiz angehören.
Die Fremdenpolizei habe deshalb die Aufenthaltsgenehmigung von Mario erneut
bis am 16. Juli dieses Jahres verlängert. Die Behörden hoffen,
dannzumal im Besitz der notwendigen Unterlagen zu sein.
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