Die Rechte der Kinder ernst nehmen
Regierung setzt eine Arbeitsgruppe ein
Der Aargauer Regierungsrat will dem 1997 von der Schweiz ratifizierten Übereinkommen über die Rechte des Kindes Rechnung tragen. Eine Arbeitsgruppe soll die Situation der Kinder überprüfen, wie der Regierungsrat mitteilt.
Insbesondere soll die Arbeitsgruppe den demnächst
erscheinenden ersten Kinderbericht des Bundes sowie eine parallel dazu
erarbeitete Bestandesaufnahme von Nichtregierungsorganisationen auswerten,
wie es in der Stellungnahme zu einem entsprechenden Postulat von SP-Grossrätin
Yvonne Feri heisst. Gestützt auf die Auswertung der Berichte erwartet
der Regierungsrat konzeptionelle Vorschläge, wie allfällige Lücken,
die in Bezug auf die Forderungen der Kinderrechtskonvention bestehen, geschlossen
werden können. Bei der Verwirklichung der Kinderrechte seien insbesondere
auch die Gemeinden gefordert. Laut Regierungsrat ist der Auftrag, die Interessen
von Kindern zu vertreten, in keiner Verwaltungsstelle des Kantons explizit
formuliert. Dennoch könnten einzelne Stellen im Rahmen von bestimmten
Aufgaben die Interessen der Kinder vertreten und kinderspezifische Anliegen
einbringen. In Bezug auf die Mitsprache der Kinder vertritt die Regierung
die Ansicht, dass Partizipation von Kindern dort am meisten Sinn macht,
wo sie direkt betroffen sind. Und das sei in den Gemeinden der Fall. Die
Schaffung eines kantonalen Kinderbüros hatte die Regierung bereits
bei früherer Gelegenheit abgelehnt.
sda
Freitag 29. Oktober 1999
ZT online