Streit um Verwandte
Frau attackierte Ehemann

sü Kall - Über den Besuch von Familienangehörigen gerieten zwei Eheleute am Neujahrstag in einem Ort der Gemeinde Kall in einen Streit, der nun die Schleidener Kriminalpolizei beschäftigt. Wie ein Polizeisprecher gestern bestätigte, erlitt der Ehemann Verletzungen durch ein Messer, die Ehefrau sei vermutlich durch Schläge verletzt worden. Rettungswagen hätten beide Streithähne in die Krankenhäuser nach Schleiden und Euskirchen gebracht.

Familienknatsch, so die Polizei, sei am Neujahrstag gegen 21.30 Uhr offensichtlich Auslöser des Streits zwischen dem 35-jährigen Ehemann und seiner 28-jährigen Ehefrau gewesen. Die beiden lebten mit ihren eineinhalbjährigen Zwillingskindern bisher völlig unauffällig und in absolut geordneten Verhältnissen in dem Ort.

Direkt operiert

Deshalb unterstellt die Polizei keinem der beiden einen vorsätzlichen Tötungsversuch oder eine vorsätzliche gefährliche Körperverletzung. Dennoch ermittelt die Kripo gegen beide wegen des Verdachts der ehelichen Gewalt.

Die Frau behauptete, ihr Mann habe sie geschlagen; deshalb habe sie sich mit einem Küchenmesser gewehrt. Der Mann gab der Polizei gegenüber an, dass seine Frau auf ihn eingeschlagen habe und schließlich mit dem Messer auf ihn losgegangen sei.

Der 35-Jährige erlitt erhebliche Schnittverletzungen an den Händen, als er versuchte, der Frau das Messer abzuholen. Er wurde noch am Abend im Schleidener Antoniushospital operiert. "Es war ein Streit eines unbescholtenen Ehepaares, der sich hochgeschaukelt hat", resümierte die Polizei nach ihren Ermittlungen.
 

03.01.2001
www3.ksta.de/archiv/2001/01/03/Euskirchen-Eifel/1338787.html