| Nach Scheidung nahm Vater
seine Töchter mit in den Tod
"Immer nett, freundlich" Erst Mittwoch abend entdeckte ein Pensionist, der neben dem Haus wohnt, in dem sich die Tragödie ereignet hatte, den Doppelmord und Selbstmord. "Nie hätte ich dem Schurl zugetraut, daß er so etwas tun könnte. Ich kenne den Georg nur als netten und angenehmen Zeitgenossen, der immer freundlich und hilfsbereit war", schildert Franz Harrer. In der Garage des Nachbarhauses hatte schon mehrere Tage das Licht gebrannt. Georg M. hatte sich immer wieder um den Garten und das Haus umgesehen. Es gehört einem Oberösterreicher, der seit Jahren in Australien lebt. Am Mittwoch nahm Franz Harrer zusätzlich starken Benzingeruch wahr. Mehrmals hatte er durch das Garagenfenster geschaut. Er sah zwar den Wagen von Georg M., bemerkte aber nichts Außergewöhnliches. Mittwoch abend warf er erneut einen Blick durch das kleine Fenster der versperrten Garage. Da erkannte der Zeuge, daß Georg M. leblos am Fahrersitz saß. Erst nachdem die Beamten die Garage geöffnet hatten, wurde das Ausmaß der Tragödie sichtbar. Am Rücksitz des Fiat saßen die Töchter des Mannes. "Es gibt keinen Hinweis, daß M. Gewalt angewendet hat. Vielleicht hat er seine Töchter mit Schlaftabletten oder ähnlichem betäubt", meint ein Gendarm. Eine Obduktion soll Klarheit schaffen. Frau bekam Sorgerecht Ein Ehestreit, der sich schon längere Zeit hingezogen hatte, dürfte Auslöser für die Wahnsinnstat gewesen sein. Die 32jährige philippinische Ex-Frau des Oberösterreichers war schon vor geraumer Zeit aus dem gemeinsamen Haushalt ausgezogen. Vor einigen Wochen wurde das Paar geschieden. Die Frau übersiedelte mit den Kindern nach Lenzing und behielt das Sorgerecht. "Der Mann dürfte gefürchtet haben, auch das Besuchsrecht zu verlieren. Das geht aus einem Abschiedsbrief hervor, der im Auto gefunden wurde", erklärt Andreas Sammer von der Kriminalabteilung des Landesgendarmeriekommandos Oberösterreich. Autor: Martin Povacz |
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