07.03.2005 23:58
Ist diese Art von Medienspektakel wie wir es heute im Großbritannien erleben für Väter der einzige Ausweg?
Die Väter in Großbritannien
haben einiges bewegt. Der einzige Ausweg für Väter und Kinder
in Deutschland ist ein neues Kindschaftsrecht. Weg vom Zerrüttungprinzip
von 1977 - hin zu einem Kooperationsmodell im besten Interesse des Kindes.
In Deutschland gibt es zumindest Gesetze, auf die man sich stützen kann.
Kinder werden in GG Art 3 nicht erwähnt. In GG Art 6 werden Kinder benachteiligt. BGB § 1592, 1626a, 1671, 1684, 1685, 1687, 1696 benachteiligt Väter. mehr zu Thema
Das Kind muss rechtlich von der Objekt-
in die Subjektstellung gebracht werden. Die Position des Vaters im Bürgerlichen
Gesetzbuch ist unterbewertet. Wir brauchen die Gleichstellung von Mann
und Frau im Familienrecht.
In Deutschland und Frankreich liegt die Quote von Vätern, das das Alleinige Sorgerecht für ihr Kind bekommen etwa gleich hoch.
Kinder brauchen lebendige Beziehungen zu
beiden Eltern. Alleinerziehend ist aus Sicht des Kindes immer ein Defizit.
Geht es den Vätern eigentlich um das Kind oder steckt da nicht doch etwas Egoismus dahinter?
Das mag im Einzelfall so sein. Männer sind in diesem Punkt oft nicht besser als Frauen. Deshalb ist es wichtig, das wir die Frage aus der Sicht des Kindes betrachten. Kinder wollen und brauchen Kontinuität. Sie wollen Vater und Mutter behalten. Auch wenn die Paarebene endet, bleibt die Elternebene bestehen. Für die Eltern ist das ein Lernprozeß.
Kompromisse werden meistens nur dann gemacht,
wenn ein Gleichgewicht der Kräfte herrscht. Unser Familienrecht benachteiligt
Väter. Deshalb verhalten sich manche Frauen in Familienangelegenheiten
vollkommen kompromisslos. Unser Familienrecht verführt Frauen zum
Machtmissbrauch. Wer das alleinige Sorgerecht hat, kann seinen eigenen
Egoismus hemmungslos ausleben und der Staatliche Wächter drückt
beide Augen zu.
In Frankreich haben die Väter zumindest eines erreicht: Das gemeinsame Sorgerecht. In Deutschland haben die Mütter noch ein Veto-Recht gegen das gemeinsame Sorgerecht.
Die Väter in Frankreich haben nie
um etwas kämpfen müssen. In Frankreich gibt es keine Väterbewegung,
die mit der Väterbewegung in Deutschland verglichen werden könnte.
mehr
zum Thema
Tun die Väter auch wirklich alles, um das Gemeinsame Sorgerecht zu erreichen?
In vielen Fällen leider nicht. Manche Väter geben viel zu schnell auf und müssen sich später von ihren Kindern fragen lassen, wo sie gewesen sind.
Ein Mann, der seine Kinder aufgibt, findet
schneller eine neue Frau. - Eine Frau, die ihre Kinder aufgibt, findet
schneller einen neuen Mann. Frauen muss mann immer Recht geben. Das ist
der schnellste Weg in die Kiste. Vielleicht sind manche Männer aus
diesem Grund auch so illoyal.
Stellen Sie sich vor, ein neuer Mann tritt in das Leben der Mutter. Ihr Kind bekommt einen neuen zweiten Vater. Wie spielt sich das dann ab? Kann es nicht sein, das es für das Kind besser ist, wenn sich der leibliche Vater etwas zurückzieht, um dem Kind zu ermöglichen in einer neuen Familie mit einem zweiten Vater aufzuwachsen? Das muss ja sehr schmerzhaft sein, aber wenn man das Wohl des Kindes Kindes im Auge hat, dann muss man doch über so etwas nachdenken.
Wie sollte sich der Vater Ihrer Meinung nach zurückziehen? Meinen Sie emotional, finanziell oder beides?
Die Mutter sollte in diesem Fall ihre eigenen Bedürfnisse nicht mit den Bedürfnissen des Kindes verwechseln. Mag sein, das sie mit einem anderen Mann glücklicher ist. Das Kind sollte mehr Rechte bekommen und für sich selbst sprechen können. Kinder wollen Vater und Mutter behalten. Hier ist die Kontinuität sehr wichtig.
Wenn sich der Vater zurückzieht, dann
ist das kein Liebesbeweis. Das ist ein Zeichen dafür, dass er sich
staatlicher Gewalt hilflos ausgeliefert fühlt. Für die Regierung
hat der Schutz der Vater-Kind-Beziehung keine Priorität.
Sogar in Portugal schieben Väter heute den Kinderwagen. Sie sollen die Flasche geben und Windel wechseln: das ist ein guter Vater. Jetzt wird mittlerweile auf die Väter Druck ausgeübt, sich an einem Vatermodell zu orientieren. Gibt es nur eine Art guter Väter?
Es kann nicht schaden, wenn Väter
auch mal den Kinderwagen schieben. In der Zeit in denen Kinder ein Urvertrauen
entwickeln, ist ein natürlicher Kontakt zu beiden Eltern wichtig.
Väter spielen andere Spiele mit ihren Kindern als Mütter. Mit
Vätern kann man raufen oder durch die Wohnung reiten oder sich einmal
ganz hoch heben lassen. Kinder müssen einen Unterschied zwischen Vater
und Mutter empfinden können.
Dieses Bild - man nennt es die neuen Väter - Der Vater der Windeln wechselt wie ein Weltmeister, das Baby ständig im Arm hat. Das kommt in der Werbung, das kommt im Fernsehen, das kommt überall. Aber haben Sie nicht trotzdem den Eindruck, dass die Fälle, die dann Probleme machen, Trennungskinder, trotz dieses Medienechos den Leuten im Grund völlig egal ist. Man hat nicht den Eindruck, das das ein Thema ist, das die Leute wirklich aufrührt.
Das liegt an der subjektiven Wahrnehmung.
Kinder sehen auf der Straße Kinder. Eltern mit Kindern sehen auf
der Straße Eltern mit Kindern, Rentner sehen Rentner usw. In der
Zeitung steht auch viel über Diabetes. Solange Sie selbst kein Diabetiker
sind, werden sie diese Artikel überblättern. Sie werden vielleicht
die Meinung vertreten, das viel für Diabetiker getan wird und das
es den Diabetikern deshalb gut geht. Das Interesse am Thema haben sie erst
dann, wenn sie selbst betroffen sind.
In Europa ist es doch so, das die Mutter-Kind-Beziehung als biologisch vorgegeben wird. Das Bild der Vater-Kind-Beziehung ist nicht so klar. Vor allen Dingen nach der Berichterstattung über Pädophile usw. ist diese Bild noch weiter getrübt worden. Dieser Nachteil ist für die Väter nur schwer zu überwinden - oder? Was schwierig sein wird, ist dieses Bild in der öffentlichen Wahrnehmung zu ändern.
Die Meinung der Menschen über die
Väter ist gar nicht so schlecht. Das Volk denkt anders als das klassische
Familiengericht.
Schweden könnte man als Paradies der Väter bezeichnen. Die Vaterrolle ist dort offiziell anerkannt. Vaterschaftsurlaub ist dort nicht nur üblich, sondern sogar erwünscht. Väter mit Kinderwagen, die auch die Windel wechseln können, gehören zum Alltag. Ist das schwedische Modell der Idealfall in Europa?
In Schweden ist man mit Sicherheit auf
dem richtigen Weg.
Entschuldigung, wenn ich jetzt hier nicht alles durch die rosa Brille sehe, aber ein Vater aus Schweden sagt sogar: "Was würden denn die anderen von mir denken, wenn ich den Vaterschaftsurlaub nicht nehme?" Der will das gar nicht unbedingt selbst. Glauben sie, das es für die Kinder tatsächlich gut ist, wenn die Väter so sein sollen, wie die Mütter, obwohl sie das gar nicht wollen? Alle sollen jetzt Fläschchen geben, Windeln wechseln und den Kinderwagen schieben. Ist es wirklich gut für die Kinder, wenn sie "zwei Mütter" haben? Brauchen sie nicht auch einen Vater?
Nennen Sie mir einen Menschen, der keinen Urlaub haben will. Millionen Menschen auf der ganzen Welt werden in Rollen hineingedrängt und aus verschiedenen Gründen fremdgesteuert. Das ist nichts Neues. Vaterschaft ist keine auswechselbare Rolle, sondern etwas Einzigartiges und eine Aufgabe der Natur bzw. ein Geschenk Gottes. Politiker sind austauschbar - Väter nicht.
Ein Vater kann genauso gut Windeln wechsel,
wie eine Frau ein Auto putzen kann. Das ist nur eine Frage des Wollens.
Allerdings ist auch in Schweden kein Vater verpflichtet das Wort "Häufi-Windeln"
zu verwenden.
Ich möchte noch einmal kurz auf die alte Theorie der Psychoanalyse zurückkommen. Ich vereinfache jetzt mal grob, wonach der Vater das Gesetz verkörpert und die Mutter Nestwärme und Zärtlichkeit. Ist das heute nicht mehr gültig? Braucht ein Kind für sein Wohl nicht beides?
Die Eigenschaften von Yin und Yang
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Quelle: www.feng-shui.de/einfuehrung/urspruenge/Yin-Yang.htm
Messen sie nicht der biologischen Vaterschaft zu viel Bedeutung bei? Ist nicht der Vater, der das Kind erzieht wichtiger, als der Erzeuger?
Vielleicht messen Sie der biologischen Mutterschaft zu viel Bedeutung bei? Vielleicht ist die Mutter, die das Kind erzieht, wichtiger als die Gebärerin? 10% aller Alleinerziehenden sind Männer. Müssen es 90% werden, damit Sie die Vorteile vom abwechselnden Sorgerecht erkennen?
Vielleicht hat der "neue Vater" gar kein
Interesse an der Kindererziehung. Vielleicht juckt ihm ja nur der Schwanz.
Väter wollen sich nach Trennung oder Scheidung von ihrer Frau überhaupt nicht mehr um ihre leiblichen Kinder kümmern.
Männer, die sich abseilen gibt es
auf der ganzen Welt. Diese Männer haben in allen Kulturen einen schlechten
Ruf. Das Problem der vaterlosen Gesellschaft ist abendländisch hausgemacht.
Väter ohne Rechte sind eher bereit sich zurückzuziehen. Auch
die Zahlungsmoral sinkt. Das darf nicht als mangelndes Interesse ausgelegt
werden.
arte-Fragen Ende
Warum werden Männer zum Disneyland-Daddy?
Diese Väter haben eine unglaubliche
Angst, ihre Kinder könnten denken, daß sie sie nicht lieben.
Sie haben Angst, die Kinder zu verlieren und verfallen in den Wahn, ihnen
alles bieten zu müssen in den paar Stunden, in denen sie mit ihnen
zusammensein dürfen. Aber das Geheimnis der Beziehung liegt darin,
so viel Normalität wie möglich zu leben. Hierzu ist allerdings
Zeit erforderlich.
Nützen Mütter nach einer Scheidung ihre Macht zu sehr aus?
Machtmißbrauch
findet vor allem da statt, wo sich die Frau während der Ehe relativ
machtlos gefühlt hat. Das wird dann - allerdings auf Kosten der Kinder
- ausgeglichen. Sie glauben in dem Moment, daß nicht nur für
sie, sondern auch für die Kinder eine weitgehende Trennung das Beste
wäre. Sie akzeptieren zwar, daß Kinder ihren Vater ebenso brauchen
wie die Mutter. Nur: in ihrem speziellen Fall eben gerade nicht. Nicht
diesen Vater. Sie sehen die Bedürfnisse ihrer Kinder nicht, weil diese
ihren eigenen Bedürfnissen genau entgegengesetzt sind: Die Kinder
wollen keinen Elternteil verlieren. Sie lieben ihre Mutter und sie lieben
ihren Vater. Und zwar nicht den perfekten Vater und die perfekte Mutter,
sondern die Eltern, die sie haben.
Was glauben Sie, warum hat die Mutter die alleinige Sorge beantragt?
Die Mutter hat die alleinige Sorge nur
deshalb beantragt, weil sie mit der alleinigen Sorge ihre Macht ausspielen
kann.
oder: Das alleinige Sorgerecht hilft der
Mutter ihre Macht ausspielen.
Fehlende Kooperationsbereitschaft ist mit gemeinsamer Sorge nicht zu vereinbaren.
Fehlende Kooperationsbereitschaft sollte
nicht belohnt werden.
Wenn die Mutter die gemeinsame Sorge für richtig hielte, hätte sie dem Kindesvater diese erteilt.
Die gemeinsame Sorge ist ein Grund- und
Menschenrecht. Sie kann von niemandem verliehen werden. Die gemeinsame
Sorge darf nicht leichtfertig zur Disposition gestellt werden.
Es gibt in der Fachwelt niemanden, der dieses Gesetz für Praxis tauglich hält.
Das Gesetz kommt aus der Fachwelt, und
orientiert sich am Kindeswohl.
Der Vater will mit dem gemeinsamen Sorgerecht nur seine Macht ausspielen.
Die gemeinsame Sorge soll verhindern, das
jemand seine Macht ausspielen kann.
Wenn die Mutter nicht will, dann kann man nix machen
Das ist eine Freifahrkarte für Intoleranz.